Dinkel-Vollkorn-Gewürzbrot mit Sauerteig
- Vorbereitung 5 + 10 min
- Zubereitung 12-14 Std
- Portionen 2 Brote
- Schwierigkeit Leicht
- Jahreszeit Jederzeit
- Beitrag vom 30.04.2024
Das Brotbacken gehört bei uns schon seit Jahren ganz selbstverständlich dazu. Es ist kein Projekt mehr, sondern ein Stück Alltag, das ich nicht mehr missen möchte. Abends den Sauerteig anzusetzen ist längst ein vertrauter Handgriff – fast so automatisch wie das Zähneputzen.
Am nächsten Morgen freue ich mich schon auf den Moment, wenn ich die Gewürze im Mörser zerstoße. Der Duft von Kümmel, Fenchel und Koriander breitet sich in der Küche aus und macht sofort Lust aufs Backen. Und wenn das Brot später im Ofen bräunt, riecht es im ganzen Haus nach Wärme und Geborgenheit.
Was ich daran schätze ist, dass ich genau weiß, was drin ist. Keine versteckten Zusätze oder Konservierungsstoffe – nur gute Zutaten, am liebsten aus dem eigenen Garten oder von hier aus der Region. Es ist ein Brot, das uns seit Jahren begleitet, uns satt macht, saftig bleibt und nach all den Jahren immer noch so gut schmeckt wie beim ersten Mal.
Beim Backen habt ihr alle Freiheiten, euer Brot so zu würzen, wie ihr es am liebsten mögt. Vielleicht gefällt euch der Geschmack von Koriander, oder ihr gebt statt dessen Kümmel, Fenchel oder Anis dazu – probiert einfach aus, bis ihr eure ganz eigene Mischung gefunden habt.
Mir persönlich ist es die Zeit und Mühe allemal wert – ich würde dieses Brot auch backen, wenn es am Ende teurer wäre. Für viele ist aber auch der Preis ein Thema: Selbst wenn ihr nur mit Bio- und regionalen Zutaten arbeitet und den Strom mit einrechnet, kostet euch ein Laib weniger als die Hälfte von dem, was ihr beim Bäcker bezahlt. Und das bei einer Qualität, die ihr selbst bestimmen könnt.
Zutaten Dinkel-Vollkorn-Gewürzbrot
Für den Sauerteig
Für das Brot
Aus eigenem Anbau
- Sauerteig Selbst gezüchtet
- Korianderkörner Getrocknet
Sauerteig: Viel Aroma und ursprünglicher Geschmack für dein Brot

Zubereitung
- 1 Die Kunst des Brotbackens beginnt traditionell am Vorabend mit der Ansetzen des Sauerteigs. Das Anstellgut mit einem Schneebesen in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Roggenmehl vorsichtig zugeben und sorgfältig mit dem Schneebesen einrühren bis eine eine gleichmäßige, klumpenfreie Mischung entsteht. Über Nacht abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen.
- 2 Am nächsten Morgen sollte der Sauerteig eine leichte, luftige Konsistenz aufweisen und das Volumen etwa verdoppelt haben. Nun folgt ein wichtiger Schritt: 'Neues Anstellgut abfüllen'. Dazu wird ein frisch gespültes Glas zusammen mit dem Twist-off-Deckel mit kochendem Wasser gefüllt. Nach ein paar Minuten das Wasser abgießen und das Glas kurz stehen lassen, bis es handwarm ist. Anschließend ca. 50 g (ca. 4-5 Esslöffel) von dem Sauerteig in das Glas gefüllt. Um Schimmelbildung zu vermeiden, achtet darauf, dass alles sauber bleibt und nichts am Rand klebt. Das Glas mit dem Anstellgut kann im Kühlschrank für viele Wochen aufbewahrt werden.
- 3 Kümmel- und Korriandersamen grob mörsern.
- 4 Den restlichen Sauerteig (ca. 400 g) zum lauwarmen Wasser geben und gründlich mit einem Schneebesen vermischen. Anschließend Salz, Gewürze und Kerne hinzufügen und ebenfalls gut verrühren. Danach das Mehl mit einem Rührgerät einarbeiten bis eine gleichmäßige, zähe Mischung entsteht.
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5Den Brotteig auf zwei mit Backpapier ausgelegte Kastenformen verteilen.
Ich verwende zwei unterschiedliche Formate: eine Backform mit den Maßen 11 cm x 31 cm und eine weitere mit den Maßen 11 cm x 21 cm. Diese Auswahl hat den einfachen Grund, dass ich die beiden Formen bereits besaß, als ich vor Jahren mit dem Brotbacken begonnen habe.
- 6 Die mit Teig gefüllten Backformen weitere 4 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Dafür kannst du sie bereits in den Backofen bei ungefähr 35°C stellen.
- 7 Nach der Stückgare sollte der Teig deutlich aufgegangen sein und den Rand der Backform erreicht haben. Anschließend den Ofen ohne Vorheizen auf 170°C Heißluft einstellen und das Brot für ca. 60 Minuten auf der 3ten von unten goldbraun backen. Die angegebene Zeit dient als Richtwert. Sollte das Brot nur leicht gebräunt sein, gebt ihm noch etwas mehr Zeit. Sollte das Brot bereits deutliche Röstaromen entwickelt haben, verkürzt die Backzeit entsprechend.
- 8 Das Brot aus dem Ofen nehmen und für etwa 5-10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend das Brot aus der Form nehmen, das Backpapier vorsichtig entfernen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Ich liebe den Duft frisch gebackenen Brotes und das Knistern der Kruste beim Anschneiden ist jedesmal Musik in meinen Ohren. Ein Moment, in dem die Welt nicht köstlicher sein könnte.