Ein eigener Gemüsegarten auf 100 m² bietet genug Platz, um eine große Vielfalt an frischem, gesundem Gemüse selbst anzubauen. Mit sorgfältiger Planung und regelmäßiger Pflege kann jede Jahreszeit eine reiche Ernte bringen – von knackigen Salaten im Frühjahr über saftige Tomaten und Zucchini im Sommer bis hin zu nahrhaften Wurzelgemüsen im Herbst.
Der Weg vom Samen bis zur Ernte beginnt mit der richtigen Anzucht. Ob im Frühbeet, auf der Fensterbank oder direkt im Freiland – gesunde Jungpflanzen sind die Basis für eine ertragreiche Saison. Dabei spielt eine ausgewogene Bodenvorbereitung eine wichtige Rolle: Kompost, natürliche Düngemittel und Fruchtfolgen sorgen für nährstoffreiche Erde und gesunde Pflanzen.
Auch wenn es draußen noch kalt ist, könnt ihr bereits im Januar und Februar mit der Aussaat beginnen. Eine frühe Anzucht sorgt nicht nur für kräftige Pflanzen, sondern auch für einen Wachstumsvorsprung im Frühling. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Gemüsesorten sich ideal für die Aussaat im Januar und Februar eignen. Vom Freilandanbau von kälteunempfindlichen Sorten wie Spinat und Rettich bis hin zur Voranzucht von Tomaten, Paprika und Salaten im Haus. Ihr bekommt praktische Tipps zu Bodenbedingungen, Saatgutwahl und der richtigen Pflege der Pflanzen.
Mit ein wenig Arbeit und Geduld legt ihr euren Grundstein für kräftige Jungpflanzen und eine reichhaltige Ernte im Sommer.
Die Planung für unseren kleinen, überschaubaren 100 m² großen Gemüsegarten ist jedes Jahr eine kleine Herausforderung. Welche Pflanzen passen gut zusammen und unterstützen sich gegenseitig? Welche gehören zu den Stark- und Schwachzehrern? Und wie verhindern wir, dass der Boden mit der Zeit auslaugt oder sich Krankheiten breitmachen?
Wir setzten dabei auf Pflanzenrotation und Mischkultur! Indem wir verschiedene Pflanzenfamilien jedes Jahr an einem anderen Standort anbauen, sorgen wir dafür, dass der Boden nicht einseitig beansprucht wird und Schädlinge weniger Chancen haben. Das erfordert allerdings ein bisschen Planung, denn wir müssen nicht nur darauf achten, welche Pflanzen ähnliche Boden- und Lichtbedingungen brauchen, sondern auch, wo sie im Vorjahr standen. So bekommt jede Kultur einen neuen Platz, an dem sie sich rundum wohlfühlen und kräftig wachsen kann
Tomaten sind ein Highlight in jedem Gemüsegarten – von der ersten Aussaat im Februar bis zur letzten Ernte im Oktober. Bei uns in der Oberpfalz hat sich über die Jahre ein bewährter Drei-Schritte-Weg etabliert: Vorziehen auf der Fensterbank, Abhärten und Auspflanzen und die richtige Pflege im Freiland.
In unseren ausführlichen Artikeln zum Tomatenanbau teilen wir all unsere Erfahrungen – von der Samenauswahl über die Pflege bis zur Ernte. Egal ob ihr zum ersten Mal Tomaten anbaut oder schon jahrelange Erfahrung habt: Hier findet ihr praktische Tipps, die wirklich funktionieren.
Ab Mitte Februar beginnt bei uns die Tomatensaison – am Fensterbrett! Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr ohne Gewächshaus kräftige Jungpflanzen heranzieht: vom Aussaatzeitpunkt über das Pikieren bis zum richtigen Abhärten.
Die komplette Anleitung für den Freilandanbau in der Oberpfalz: Von der Aussaat über Pikieren, Abhärten und Auspflanzen bis zur Ernte. Mit Zeitplan, Pflege-Tipps und Schutz vor Krautfäule – trotz Spätfrost zur reichen Ernte.
Nach den Eisheiligen geht's nach draußen! Wir erklären, wie ihr eure Jungpflanzen richtig an Sonne und Wind gewöhnt, wann der beste Zeitpunkt zum Auspflanzen ist und wie ihr sie vor Spätfrost schützt – auch ohne Gewächshaus.
Welche Sorte passt zu eurem Garten? Wir stellen 24 Tomatensorten vor, die wir über die Jahre getestet haben – von Ochsenherz bis San Marzano. Mit echten Erfahrungswerten zu Geschmack, Ertrag und Krankheitsresistenz.
Während der Wachstumsphase ist eine regelmäßige Pflege entscheidend. Dazu gehören das richtige Gießen, Mulchen zur Feuchtigkeitsspeicherung und der Schutz vor Schädlingen auf natürliche Weise – etwa mit Mischkultur oder Nützlingen wie Marienkäfern. Durch gezielte Pflanzennachbarschaften lassen sich Erträge steigern und Krankheiten vorbeugen.
Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, folgt der schönste Teil des Gartenjahres: die Ernte. Frisches Gemüse direkt aus dem eigenen Garten schmeckt nicht nur besser, sondern steckt voller Vitamine und Nährstoffe. Überschüsse lassen sich durch Fermentieren, Einkochen oder Trocknen haltbar machen, sodass man auch im Winter von der eigenen Ernte profitiert.
Entdeckt einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die richtigen Materialien und wertvolle Tipps, um eure Ernte nachhaltig im Glas zu konservieren!
Nie wieder buddeln, Stroh schleppen oder matschnasse Karotten im Frühling! Statt stundenlang eine Grube auszuheben, Stroh zu schleppen oder einen Keller zu brauchen, machst du einfach einen hübschen Sandhaufen im Garten (oder eine Mini-Version in einer Kiste auf dem Balkon). 15 Minuten Arbeit, fast null Euro Kosten, kein Loch, kein Holzrahmen, keine Mäuse.
Wir machen das seit vielen Jahren genau so – und holen bis März wir noch immer saftige, knackige Karotten aus dem Sand, die schmecken, als wären sie gerade aus der Erde gezogen. Selbst bei –15 °C draußen bleibt alles perfekt erhalten, weil der Sand die ideale Temperatur und Feuchtigkeit hält.
Ob großer Garten oder kleiner Stadtbalkon – die Sand-Methode funktioniert überall. Und das Beste: Im Frühling arbeitest du den Sand einfach in deine Beete ein und hast sofort lockeren, besseren Boden für die neue Saison.
Der Sandhaufen - aka Erdmiete mit Sand - aka Sandbeet- ist bei uns absoluter Favorit, aber es gibt natürlich noch ein paar andere bewährte Wege, Wurzelgemüse über den Winter zu bringen. Hier die wichtigsten Alternativen im Überblick:
1. Der klassische kühle Keller (die Null-Arbeit-Variante)Einfach Kisten oder Körbe mit leicht feuchtem Sand füllen und im Keller bei 2–8 °C hinstellen. Funktioniert super – wenn man denn einen richtig guten, kühlen Keller hat (leider heute eher selten).
2. Feuchter Sand in Kisten (Indoor-Sandbeet)Genau die gleiche Schicht-Technik wie beim Sandhaufen, nur eben in Holzkisten, Plastikboxen oder alten Blumenkübeln. Die stellst du dann in Garage, Schuppen oder auf den überdachten Balkon. Platzsparend und stapelbar.
3. Die echte Erdmiete mit Grube & StrohDas klassische Loch graben (60–100 cm tief), mit Stroh auslegen, Gemüse rein, wieder Stroh und Erde drauf. Funktioniert seit Jahrhunderten – kostet aber eben Buddel-Arbeit und bei viel Regen wird’s manchmal matschig.
4. Balkon- oder Terrassen-Variante für StadtgärtnerGroße Pflanzkübel, Styropor-Boxen oder sogar eine alte Kühlbox mit feuchtem Sand füllen, nordseitig hinstellen und mit Decken oder Luftpolsterfolie einwickeln. Hält erstaunlich lange frisch.
5. Einfrieren – die moderne FaulenzermethodePutzen, in Stücke schneiden, kurz blanchieren, ab in Gefrierbeutel. Null Verlust, immer verfügbar – nur eben nicht mehr knackig-frisch.
6. Die Lehm-Methode (richtig alte Schule)Gemüse in dünnen Lehmbrei tauchen, trocknen lassen – bildet eine harte Schutzhülle. Dann einfach locker in Kisten legen.
7. Im Beet stehen lassen & abdeckenPastinaken, Schwarzwurzeln, Grünkohl, Porree & Co. einfach im Boden lassen und mit Vlies, Stroh oder einer dicken Laubschicht zudecken. Funktioniert bis ca. –10/–12 °C prima, danach wird’s kritisch.