Paneer selber machen – indischer Frischkäse aus Rohmilch

  • Beitrag vom 08.10.2025
  • Jahreszeit IMMER
  • Technikgrad Standard
  • Regional 100%
  • Kosten DIY ~ 50% billiger

Paneer selber machen – das klingt erst mal nach Arbeit, ist aber wirklich kinderleicht. Nur Milch, etwas Zitronensaft oder Essig und 20 Minuten am Herd, schon hast du deinen eigenen 'indischen' Frischkäse. Keine Maschine, kein Lab, kein Spezialwerkzeug, kein Asia-Laden – nur ein Topf und ein Sieb.

Das Ergebnis ist schnittfest, nur ganz leicht krümelig und schmeckt einfach richtig gut – viel frischer und cremiger als die kleinen Plastikpackungen aus dem Supermarkt. Und nebenbei sparen wir Verpackungsmüll, Geld und wissen genau, was drin ist.

Warum wir Paneer lieben


Wir lieben die indische Küche und Paneer ist bei uns inzwischen oft die Hauptzutat in vegetarischen Currys. Optisch erinnert dieser selbstgemachte Frischkäse an Feta – nur ist er deutlich schnittfester. Geschmacklich bleibt er mild und neutral, fast wie ein cremiger Ricotta. Genau das macht ihn so vielseitig: Er saugt Gewürze richtig auf und passt einfach überall rein – ob ins Curry, als Füllung für Samosas und Parathas oder einfach mariniert als Würfel im Salat. Einmal selbst gemacht, willst du keinen gekauften mehr.

Regional & nachhaltig: Milch vom Bio-Bauern


Wie auch bei unserem selbstgemachten Joghurt holen wir für den Paneer die Rohmilch direkt an der Milchtankstelle beim Biobauern. Da diese Milch vor dem Verkauf nicht erhitzt wird, muss sie vor der Verarbeitung unbedingt einmal aufgekocht werden – so seid ihr auf der sicheren Seite, was mögliche Keime betrifft. Wer lieber ESL-Milch oder H-Milch aus dem Supermarkt verwendet, hat es einfacher: Diese Sorten wurden bereits stark erhitzt und sind sofort einsatzbereit.

Warum Paneer selber machen besser ist als kaufen


Vielleicht denkt ihr jetzt: „Warum überhaupt selber machen, es gibt doch Paneer im Laden?“ – Klar, den findet man, meist eingeschweißt, im Kühlregal. Aber: Er bringt jede Menge Verpackung mit, ist weniger frisch, steckt oft voller Konservierungsstoffe und kommt obendrein von weit her, vermutlich sogar aus Indien. Außerdem ist er hierzulande gar nicht so leicht zu bekommen – in Deutschland findet man ihn meist nur in Fachgeschäften oder in ausgewählten Filialen einiger großer Supermarktketten.

Selbstgemachter Paneer ist deshalb gleich mehrfach im Vorteil: Er ist frischer, gesünder, nachhaltiger – und am Ende auch günstiger. Im Vergleich zum gekauften Produkt spart ihr etwa die Hälfte der Kosten.

Häufige Fragen zu Paneer selber machen

Paneer aufbewahren und einfrieren

Selbstgemachter Paneer hält im Kühlschrank etwa 3–5 Tage, wenn ihr ihn sauber abgedeckt lagert. Am besten verarbeitet ihr ihn frisch, direkt nach der Zubereitung. Wenn ihr etwas Vorrat anlegen möchtet, könnt ihr Paneer auch einfrieren: Einfach in Scheiben oder Blöcke schneiden, luftdicht verpacken und einfrieren. Beim Auftauen im Kühlschrank kann er etwas bröseliger werden, eignet sich aber weiterhin perfekt für Currys, Pfannengerichte oder Salate.

Warum flockt meine Milch beim Paneer nicht aus?

Das kann schon einmal passieren – und meist gibt es eine einfache Lösung.

Mehr Säure dazugeben: Manchmal braucht die Milch einfach einen kleinen Extra-Schubs. Gebt nach und nach einen weiteren Esslöffel Zitronensaft oder Essig dazu und rührt die Milch ganz sanft mit einem Kochlöffel, bis sich alles verteilt hat.

Geduld haben: Nicht gleich nervös werden – manchmal dauert es ein paar Minuten, bis sich die Milch trennt. Lasst sie nach der Zugabe des Safts oder Essigs 5–10 Minuten stehen und schaut dann noch einmal nach.

Sanft rühren: Vermeidet hastige Bewegungen oder den Schneebesen. Zu starkes Rühren zerstört den Käsebruch.

Notlösung – Hitze erhöhen: Wenn sich nach 15 Minuten immer noch nichts tut, erhitzt die Milch erneut, bis sie deutlich heiß ist. Gebt dann langsam Essig oder Zitronensaft hinzu und rührt sanft um.

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